Produktion

BerndWolterDie MedienWerkstatt Linden e.V. produziert seit ihrer Gründung eigene Filme und Videos, überwiegend im dokumentarischen Bereich. Darüber hinaus realisieren wir Auftragsproduktionen als Dienstleister und in Kooperation: Dokumentationen, medienpädagogische Filmprojekte, Legetrickanimationen und Konzeptentwicklung gehören zu unserer Arbeit wie auch zunehmend künstlerisch-experimentelle Filme.

Bei Interesse sprechen Sie uns gerne an: Kontakt

 

Filmaufnahmen_im_Juni 2016_ auf dem Dach der Cont-FabrikenAktuell: Ganz viel Raum für den Bürger …“

Wasserstadt Limmer – in Hannover entsteht eine neue Großsiedlung. Ein Dokumentarfilm der MedienWerkstatt Linden von Bernd Wolter und Wolfgang Becker

Der 60-minütige Film dokumentiert Planung und Bau der Wasserstadt Limmer im Zeitraum 2014 bis Frühjahr 2018. Dann werden voraussichtlich die ersten Neubauwohnungen im ersten Bauabschnitt der Wasserstadt bezogen. Der von der Landeshauptstadt Hannover mitfinanzierte Film bildet den intensiven Prozess der Bürgerbeteiligung und dessen Ergebnisse ab, begleitet Planung und Bau der Großsiedlung und endet mit dem Einzug der ersten Bewohner.

„Ich denke, dass die Bürgerstimme ganz viel Raum bekommen hat“, sagt die junge Architektin Kirsten K. Noch zeugen ein Wasserturm und drei marode Fabrikgebäude von hundert Jahren Industriegeschichte. Auf einer Gewerbebrache der Continental AG wird in Kürze eines der größten Neubaugebiete in Hannover entstehen: Die Wasserstadt Limmer, so benannt wegen der markanten Lage an zwei Kanälen.

„Ursprünglich wollten wir hier nur 700 Einfamilienhäuser bauen“, sagt Projektentwickler Bernd H., „inzwischen gehen wir von bis zu 2.000 Geschosswohnungen aus.“ Auch Stadtbaurat Uwe B. lässt mittlerweile eine Großsiedlung mit annähernd 1.800 Wohneinheiten planen. Auch ein „Gedenkort“ für das ehemalige Frauen-KZ der Conti-Limmer soll hier entstehen.

„Wir müssen hier auch etwas für die Gesamtstadt tun“, sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok. Er ist Schirmherr eines intensiven Beteiligungsprozesses, der im November 2014 begann. Der erste Bebauungsplan soll im Februar 2017 vom Rat beschlossen werden. Um den Anteil von Sozialwohnungen wurde gestritten. „Wir haben das trotzdem durchgewunken“, sagt SPD-Lokalpolitiker Eike G..

„Wir sind positiv überrascht, dass wir so stark wahrgenommen werden“, meint Uwe S. von der Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer. In der Bürgerbeteiligung konnte die in Reaktion auf die städtische Planung entstandene Gruppierung gute Akzente setzen. Auch Gudrun H. freut sich über die Erfolge der Bürgerinitiative: „Ich finde es gut und sinnvoll, mich für die Zukunft meines Stadtteils zu engagieren.“

 

web_DrehLegetrickFilmographie (Auswahl):

Vom Dach über dem Kopf zum neuen Zuhause – Soziale Architektur für Flüchtlinge in Hannover (2016/2017). Eine Dokumentation von Wolfgang Becker (Idee & Realisation).

Fragments of reflecting lights (2016): 3 experimentelle Mudikvideoclips für das Community dance projekt der Tanzcompagnie Fredewes, Hannover (Regie, Kamera, Schnitt)

Water Melodies (2016): Experimental-Musikfilm von Ali Mauritz zur Suite von Thorsten Enke/musica assoluta (Produktion)

Selbstverständlich unterschiedlich! (2014) Dokumentation zum Thema „Inklusion“. Ein halbes Jahr beobachteten wir den Alltag im „Ruth Bahlsen Zentrum“, einer KiTa in Hannover, führeten Interviews mit Leitung, Erziehern, wissenschaflichen Begleitern, Inklusionsbeauftragtem. Auftragsproduktion des nifbe. (Regie, Kamera, Schnitt)

web_EnglandIch bin dann kurz weg – Dein Weg ins Ausland (2013) Unterhaltsame Europa-Infofilme, in denen unsere jugendlichePresenterin Mona 7 Jugendliche im besucht: Sie erzählen uns von Erlebnissen und Lernerfahrungen in Frankreich, Kroatien, Spanien, Dänemark, Norwegen, England und der Türkei, vom 2-wöchigen Workcamp bis zum Auslandsjahr als Au-pair. Eigenproduktion der MWL in Kooperation mit profondo, finanziert durch Region Hannover, LHH, Sozialministerium, EIZ, Volksbankenstiftung (Regie, Kamera und Schnitt)

Vergangene Produktionen:

Mit Kindern entdecken, forschen und experimentieren (2011), im Auftrag des nifbe (Regie, Kamera und Schnitt)

Das Wunder von Hannover – Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht (2010) im Auftrag der LHH (Regie und Schnitt)

Der letzte Abend ist immer der besteZwölf Jugendliche berichten über ihre Erfahrungen aus fünf deutsch-polnischen Kulturprojekten (2004), 25 min., MWL, im Auftrag des Kulturbüros der Stadt Hannover (Regie und Schnitt)

Zwischen Kirchengruppe und PunkkonzertLebenswelten von Jugendlichen in Hannover (2001), 30 min., MWL, im Auftrag des Jugendschutzes der Stadt Hannover (Regie und Schnitt)

Ich mag die Bäume über das Projekt Kinderwald in Hannover (1999), 18 min., MWL, im Auftrag des Kinderwaldprojektes und der Stadt Hannover (Kamera und Regie)

Integration über integrative Kindertagesstätten in Niedersachsen (1998), 20 min., MWL, im Auftrag der AWO (Kamera und Regie)

Take Two über ein Sicherheitsprogramm der ESSO-AG (1997), 20 min., MWL, im Auftrag von ESSO Deutschland (Konzept und Regie)

Blick zurück nach vorn Portrait von Truus Menger, Künstlerin und Widerstandskämpferin (1994), 43 min., Bernd Wolter Filmproduktion, gefördert mit Mitteln der nds. Filmförderung (Produktion)

 

„Lindener FilmGeschichten“

Die DVD kann zu unseren Bürozeiten abgeholt werden. Sie kostet 20,- €

LindenerFilmgeschichten_Banner

Das Filmprojekt …

 … wurde unter Regie der MedienWerkstatt Linden zum 900. Geburtstag des Stadtteils konzipiert. Beteiligt sind acht Realisatoren, entstanden sind sechs sehr unterschiedliche Kurzfilme mit einer Gesamtlänge von etwa 100 Minuten. Premiere der „Lindener FilmGeschichten“ war am 2. Mai im Lindener Rathaus. Bis zum Oktober folgen zahlreiche weitere Aufführungen.

Die Filme zeigen sehr unterschiedliche Themen und „Handschriften“ auf: Norbert Plachta und Alexander Schlichter leisten eine himmelwärts gewandte Spurensuche, Hans-Jürgen und Shaun Hermel lassen Zeitzeugen über die Befreiung vom Faschismus berichten, Wolfgang Becker gibt Stimmen vom Lindener Markt wieder, Bernd Wolter hinterfragt, wie aus Spaniern Lindener wurden, Wolfgang Becker, Franziska Wenzel und Bernd Wolter dokumentieren die Bürgerbeteiligung zur zukünftigen Wasserstadt Limmer und Tosh Leykum spürt dem Kult um die Türme des Heizkraftwerks Linden nach. Musikalische Klammer bildet – in unterschiedlichen Varianten intoniert – der von Lutz Krajenski komponierte „Lindensong“.

Förderung des Filmsprojekts:

Die  Produktionen  der  Lindener  Filmgeschichten wurden finanziell gefördert von:
LindenLimmer-Stiftung, Stadtbezirksrat Linden-Limmer, Hannover Impuls GmbH (InBev/
Lindener Gilde Brauerei), Hannoversche Volksbank, Fachbereich Bildung und Qualifizierung
der Landeshauptstadt, Lebendiges Linden e.V., Quartiersfonds Limmer der Landeshauptstadt
Hannover sowie der Wasserstadt Limmer Projektentwicklung GmbH.

Für das Aufführungskonzept 2015 hat die HannoverStiftung der Sparkasse Hannover Mittel
zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus haben im Rahmen  einer „Schwarmfinanzierung“ bereits über 100 BürgerInnen und Bürger durch den Ankauf einer DVD zum Förderpreis zur Finanzierung des Projekts beigetragen. Das Projekt kann durch Überweisung von 25 € auf das Konto der MedienWerkstatt Linden, Hannoversche  Volksbank,  IBAN:  DE68  2519  0001  0113 4744 02 gefördert werden. Dafür gibt es dann eine DVD mit allen Filmen, ausgeliefert wird im Sommer 2015.

Projektverantwortliche der Medienwerkstatt:

Bernd Wolter (wolter@medienwerkstatt-linden.de),  Wolfgang Becker (wobe53@web.de)

 

Historische Lindenfilme

Im Laufe von rund 39 Jahren Vereinstätigkeit entstanden bei der Medienwerkstatt Linden (MWL) auch zahlreiche Beiträge über den Stadtteil Linden. Einige historische Filme wurden jetzt zusammen mit denen anderer Autoren in einer DVD-Reihe neu heraus gebracht.

Die bisher insgesamt 16 DVDs sind bei der MWL zum Preis von 8 bzw. 12 € (Nr. 1 und 6) erhältlich: 1. „Ein Lindener zieht nicht nach Hannover“, Sanierung Linden-Süd (Gelinski / Voss NDR 1974) // 2. „Kennen Sie die Fannystraße?“, Spurensuche in Linden-Nord (Kunze v. Hardenberg / Wintel / Wolf 1977) // 3. „Limmerstraße“, Qualitäten einer Einkaufsstraße (Becker / Krull / Vollmer 1987) // 4. „Wir aus der Kochstraße“, Rückblicke auf das Arbeitermilieu (Holte / Löhr 1990) // 5. „Unter einem Dach“, Internationale Hausgemeinschaft (Rennert / Wolter 1990) // 6. „Linden – ein Arbeiterlied“, Erinnerung an eine Gegenwart (Jost / Wallat 1991) // 7. „Aus alt mach neu“, Stadtsanierung Linden-Nord (Becker / Gerigk / Witte / Witzel-Becker 1991) // 8. „Lebendiges Linden“, Bunte Stadtteilkultur (Gawehn v. Pander / Ossenkop 1992) // 9. „Eisen, Dampf und Samt“, Theaterszenen vom Hanomaggelände (Backhauß / Wolter 1992) // 10. „Freitags war Lohntütenball“, Lindener Kneipenkultur (Kunze / Wolter 1992) // 11. „Walter Ballhause – Arbeiterfotograf – einer von Millionen“, ein Portrait (Mund, Defa 1982) // 12. „Egon Kuhn – eine Lindener Geschichte“, Interview (Becker / Wolter 2013) // 13. Kolorit Kochstraße (Kunte / Lauinger 2014) // 14. „Jüdische Geschäftsleute am Schwarzer Bär“, Theaterdokumentation (Hans-Jürgen und Shaun Hermel 2013) // 15. „Kampf um den Kiez“ (Thielke 2013) // 16. „125 Jahre Teutonia-Chor“, eine zeitgeschichtliche und musikalische Dokumentation (Wöltje 2003).