Fiction Skills – Handwerkszeug für die Kurz- und Spielfilmproduktion

mediacampus startet dieses Jahr eine Workshopreihe für den Spielfilmbereich: Stoffentwicklung, Drehbuch, Dramaturgie sowie Regie und Schauspielführung stehen im Fokus. Die Seminare richten sich an alle Kreativen und Interessierte, die schreiben, konzipieren, inszenieren und ihr Wissen über das Entwickeln und Realisieren von Geschichten, Spielszenen oder Reenactments für Kurz- und Langfilme, Dokudramas und andere Formate erweitern wollen. Für die Workshops mit Stoffentwicklungsteil/Consulting gilt: Teilnehmerbegrenzung (8-10 Personen). Die eingereichten Stoffe dürfen 3 Standardseiten nicht überschreiten.

Zielgruppe: Autoren, Regisseure, Filmemacher, Schauspieler, Produzenten u.v.a.

 

Überblick/Termine:

 

  • Stoffe entwickeln für audiovisuelle Medien (Teil I)

Referentin: Annette Koschmieder                          3.-5. März 2017 (3 Tage, Fr/Sa/So)

 

  • Dramatischer Aufbau und emotionales Schreiben

Referent: Christoph Honegger                               18.-19. März 2017 (2 Tage, Sa/So)

 

  • Schauspielführung und Inszenierung

Referentin: Sonja Heiss                                            21.-23. April 2017 (3 Tage, Fr/Sa/So)

 

  • Stoffe entwickeln für audiovisuelle Medien (Teil II)

Referentin: Annette Koschmieder                          5. – 6. Mai 2017 (2 Tage, Fr/Sa)

 

  • Aufnahmeleitung und Regieassistenz für Film und Fernsehen

Referentin: Annette Koschmieder                          7. Mai 2017 (1 Tag, So)

 

  • Starkes Filmschauspiel – Chubbuck-Technik für Regisseure

Referent: Tim Garde                                              Achtung, Terminänderung: 17.-18. Mai 2017 (2 Tage, Mi/Do)

 

  • Erzählmuster jenseits des Mainstreams, Multiplot-Erzähltechniken

Referent: Ron Kellerman                                        14.-15. Juni 2017 (2 Tage, Mi/Do)

 

  • The Creative Matrix / Storydevelopment

Referent: Phillip Parker                                           21.-23. Juni 2017 (3 Tage, Mi/Do/Fr)

 

  • Kameraarbeit und Bilddramaturgie

Referent: Thomas Bresinsky                                   15.-17. Sept.2017 ( 3 Tage, Fr/Sa/So)

 

  • Vom Drehbuch zum Fernsehfilm

Referent: Gordian Maugg                                        22.-24. Sept. 2017 (3 Tage, Fr/Sa/So)

 

Die Seminare:

 

Stoffe entwickeln für audiovisuelle Medien (Teil I)

Referentin: Annette Koschmieder                  3.-5. März 2017 (3 Tage, Fr/Sa/So)                         Teilnahmegebühr: 180,00 €

 Geschichten erzählen – spannend, emotional berührend und originell:

Im ersten Teil des Seminars lernen die Teilnehmer moderne dramaturgische Prinzipien kennen und diese auf ihre Stoffe anzuwenden. Dabei steht audiovisuelles Erzählen für den aktuellen Medienmarkt im Vordergrund. Die Teilnehmer können eigene Stoffe einbringen und besprechen: Analyse und Überprüfung des Potenzials von Ideen und Projekten / Beratung zur Ideenentwicklung und praktische Übungen für das Exposé bilden die Grundlage, auf der die Teilnehmer ihre Stoffe bis zum 2. Teil des Workshops (Mai) weiterentwickeln. Hinweis: Das Seminar „Stoffe entwickeln für audiovisuelle Medien“  gliedert sich in 2 Teile, um in der Zwischenzeit die eigenen Stoffe weiter zu entwickeln. Interessierte ohne eigenen Stoff können als „passive“ Teilnehmer Teil I einzeln als Einführung in die Dramaturgie besuchen.

Annette Koschmieder arbeitete viele Jahre in unterschiedlichen Positionen für deutsche und internationale Kino- und Fernsehfilme, unter anderem als Regieassistentin und First Assistant Director. Seit 1993 schreibt sie Drehbücher. Sie ist als Seminarleiterin, Filmdozentin und Scriptberaterin tätig und lehrt Stoffentwicklung für audiovisuelle Medien, Creative Producing, Dramaturgie, Medienkompetenz und Grundlagen des deutschen Film- und Fernsehmarkts. 2011 erschien ihr Fachbuch „Stoffentwicklung in der Medienbranche – Von der Idee zum Markt“. Website: http://www.annette-koschmieder-film.de/

 

Dramatischer Aufbau und Emotionales Schreiben

Referent: Christoph Honegger                      18.-19. März 2017 (2 Tage, Sa/So)                      Teilnahmegebühr: 120,00 €

Wie baut man eine emotionale Story? Und vor allem: wie schreibt man sie so, dass der Zuschauer berührt wird? Am konkreten Beispiel der Pilotfolge der preisgekrönten US-Serie „The Good Wife“ (CBS/Scottfree) analysieren wir die Grundgeschichte, schauen uns die Outline (Treatment) und das Drehbuch zur Folge an und schauen am Ende, was die Regie dem Text noch hinzugefügt hat. Wir betrachten, wie Plot, Charaktere und ihre Entwicklung funktionieren und legen den Fokus vor allem auf den Schreibstil. Nebenher streifen wir Themen wie „Serienplotting“, „Was muss ein Pilot leisten?“ etc.

Am zweiten Tag analysieren wir anhand der erarbeiteten Prinzipien Stoffe der Teilnehmer. Wer eine Film-, TV-Movie- oder Serien-Idee hat und an dem Seminar teilnehmen möchte, kann diese vorab schicken. Aber auch ohne eigenen Stoff werden das erhellende zwei Tage. Versprochen.

Wer die Serie nicht kennt, bitte bis zum Seminar warten! Die Texte sind in Englisch.

Christoph Honegger hat 1989 im Autorenteam „M.A.C.Guffin Concepts“ mit zwei Kollegen zusammen gewohnt und begonnen zu schreiben: Erst Sketche, dann Sitcoms und schließlich Vorabendserie. Später kamen der Hauptabend und das Kinderprogramm hinzu, Kabarett-Texte für die Kugelblitze, Image- und Werbe-Filme, sowie jede Menge Serien-Konzepte für die unterschiedlichsten Produktionen. Er ist Gründungsmitglied der Drehbuchwerkstatt Rhein/Ruhr, hält Seminare über Dramaturgie, hat diverse Drehbuch-Förderungen erhalten, betreibt einen monatlichen Autoren-Stammtisch in Hannover, engagiert sich beim up-and-coming-Filmfest Hannover und arbeitet unentwegt an eigenen Stoffen.


Schauspielführung und Inszenierung                                                                          

Referentin: Sonja Heiss                                  21.-23. April 2017 (3 Tage, Fr/Sa/So)               Teilnahmegebühr: 240,00 €

Gerne wird gesagt: „Die Schauspieler waren aber wirklich toll“. Eine Aussage, die so auch absolut stimmt, andererseits spielen sie nicht so, ohne einen Regisseur an ihrer Seite zu haben, der mit Offenheit und Kreativität mit ihnen arbeitet. In diesem Seminar wird Sonja Heiss im theoretischen Teil verschiedenen „Tools“ erläutern, die zu einem glaubwürdigen, berührenden, überzeugenden Schauspiel in einem Film verhelfen. Oft braucht es eine gute Idee des Regisseurs, um dem Schauspieler den richtigen Impuls zu geben. Ergebnisse zu verlangen ist der falsche Weg, bringt es die Schauspieler doch eher dazu, sich selbst zu beobachten, was ein wahrhaftiges Spiel verhindert. Auch ist eine Szene meist nicht nur auf die eine Art und Weise gut zu inszenieren bzw. gut zu spielen. Wie oft steht man mit einer genauen Idee davon, wie eine Szene am Ende sein sollte, am Set – und sie wird einfach nicht so. In diesem Moment ist das Wichtigste, loszulassen und Alternativen zu finden. Nicht selten ist die alternative Idee, ob nun ein wenig oder völlig anders, sogar die bessere. Sonja Heiss arbeitet mit Aufgaben, Verben, Metaphern, Vergleichen mit dem eigenen Leben, Fragen und mehr. Im praktischen Teil arbeiten wir mit Schauspielern, um zu erleben, wie diese „Tools“ funktionieren, wie man mit Schauspielern gemeinsam etwas erarbeiten kann, anstatt etwas zu verlangen. In den drei Tagen bekommen die Teilnehmer einen Eindruck dieser Arbeitsweise, die jeder für sich nach dem Seminar weiter ausbauen kann.

Sonja Heiss studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Ihr erster Kinofilm „HOTEL VERY WELCOME“ (Komplizen Film / ZDF)  feierte seine Premiere auf der Berlinale 2007, gewann zahlreiche Preise und lief weltweit auf Festivals. 2011 erschien ihr vielbeachtetes literarisches Debüt “Das Glück geht aus” im Berlin Verlag. Für ihren Kinofilm „Hedi Schneider steckt fest“ (Komplizen Film / Arte / ZDF) erhielt Laura Tonke 2016 den Deutschen Filmpreis für die Beste Hauptrolle, Sonja Heiss wurde in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ nominiert. Der Film erhielt den Hessischen Filmpreis, feierte seine Premiere bei der Berlinale 2015 und wurde international auf Festivals gezeigt. Ihr erster Roman mit dem Titel „RIMINI“ erscheint 2017 im Verlag Kiepenheuer und Witsch (KiWi). Sie unterrichtet regelmäßig an der Hochschule für Fernsehen und Film München, arbeitet als dramaturgische Beraterin und Schnittberaterin, sowie in der Werbung.

 

Stoffe entwickeln für audiovisuelle Medien (Teil II)

Referentin: Annette Koschmieder                   5. – 6. Mai 2017 (2 Tage, Fr/Sa)               Teilnahmegebühr: 120,00 €

Im zweiten Teil lernen die Teilnehmer mehr über das Schreiben von Dialogen und Szenen. Weitere Aspekte: Finanzierungsquellen für die Stoffentwicklung / Coaching für eine Präsentation. Die von den Teilnehmern in der Zwischenzeit weiterentwickelten Ideen werden erneut besprochen und in einer individuellen mündlichen Präsentation mit  anschließender Beratung vorgestellt. Der 2. Teil ist primär für die Teilnehmer aus Teil I gedacht, Neuzugänge sind jedoch nach Absprache möglich.

Annette Koschmieder arbeitete viele Jahre in unterschiedlichen Positionen für deutsche und internationale Kino- und Fernsehfilme, unter anderem als Regieassistentin und First Assistant Director. Seit 1993 schreibt sie Drehbücher. Sie ist als Seminarleiterin, Filmdozentin und Scriptberaterin tätig und lehrt Stoffentwicklung für audiovisuelle Medien, Creative Producing, Dramaturgie, Medienkompetenz und Grundlagen des deutschen Film- und Fernsehmarkts. 2011 erschien ihr Fachbuch „Stoffentwicklung in der Medienbranche – Von der Idee zum Markt“. Website: http://www.annette-koschmieder-film.de/

 

Aufnahmeleitung und Regieassistenz für Film und Fernsehen

Referentin: Annette Koschmieder                            7. Mai 2017 (1 Tag, So)                           Teilnahmegebühr: 70,00 €

Das praxisorientierte Seminar vermittelt einen Überblick über die Berufsbilder und informiert zu folgenden Aspekten: Vorbereitung und Durchführung von Film- und Fernsehproduktionen, Projektphasen, das technische Drehbuch, Auszüge, Stopplisten, Produktionspläne, Zusammenarbeit mit anderen Berufen und Teamarbeit, Planung eines Drehtages, die Tagesdisposition, Ablauf eines Drehtages, Szenenauflösung, soziale Lage, Stressbewältigung, Wege in die Branche.

Annette Koschmieder arbeitete viele Jahre in unterschiedlichen Positionen für deutsche und internationale Kino- und Fernsehfilme, unter anderem als Regieassistentin und First Assistant Director. Seit 1993 schreibt sie Drehbücher. Sie ist als Seminarleiterin, Filmdozentin und Scriptberaterin tätig und lehrt Stoffentwicklung für audiovisuelle Medien, Creative Producing, Dramaturgie, Medienkompetenz und Grundlagen des deutschen Film- und Fernsehmarkts. 2011 erschien ihr Fachbuch „Stoffentwicklung in der Medienbranche – Von der Idee zum Markt“. Website: http://www.annette-koschmieder-film.de/

 

Starkes Filmschauspiel – Chubbuck-Technik für Regisseure

Referent: Tim Garde                                                17.-18. Mai 2017 (2 Tage, Mi/Do)           Teilnahmegebühr: 180,00 €

In jüngster Zeit gelingt es Serien & Spielfilmen immer häufiger, ein Publikum sogar dann für Geschichten zu begeistern, wenn deren Protagonisten vermeintlich „unsympathische“ Eigenschaften haben und gänzlich amoralisch handeln. Dazu liefern sie den Zuschauern nicht Empathie schürende Erklärungen, sondern allein bestimmte Prämissen in der Regie- und Schauspielarbeit erzeugen dieses verblüffend straffe Band zwischen Film-Figuren und fasziniertem Publikum. Besonders schnell und wirkungsvoll sind dabei die Tools der US-Coach Ivana Chubbuck. Im Workshop von Tim Garde werden diese hier zu Land noch neuen Mittel an Partnerszenen vor laufender Kamera und überprüfbar am Bildschirm erfahren. Sie sind danach direkt in der eigenständigen künstlerischen Vorbereitung neuer Projekte und in der Kommunikation am Set anwendbar. Immer mit dem Ziel, Zuschauer nicht nur zu ‚Zeugen wahrhaftiger Darstellung‘ werden lassen, sondern sie zum Mitfiebern zu bewegen: als ginge es im Film um das Leben ihrer besten und wichtigsten Freunde.

Der Workshop ist für Regisseure ausgelegt – interessierte Schauspieler sind willkommen.

Tim Garde studierte Musik in Bremen und Schauspiel in Hannover. Bis 2008 Szenenarbeiten, Inszenierungen und Bühnenmusiken – Regie, Drehbücher und Kamera für eigene Filme in Deutschland, Argentinien und New York. Er arbeitet seit 2009 als freier Schauspielcoach für Kino & TV. Als Dozent ist er tätig an den Hochschulen Hannover, Folkwang Essen und der Bayerischen Theaterakademie. Fortbildungen zu Film und Schauspielführung hatte er u.a. bei Andreas Dresen, Dominik Graf, Nico Hofmann, Tom Tykwer, Georg Stefan Troller, Judith Kaufmann, Michael Hammon, Benedict Neuenfels, Frank Betzelt und Ivana Chubbuck.

 

Erzählmuster jenseits des Mainstreams, Multiplot-Erzähltechniken

Referent: Ron Kellerman                         14.-15. Juni 2017 (2 Tage, Mi/Do)                 Teilnahmegebühr: 180,00 €

Was macht Filme wie 21 Gramm, Traffic, The Hours oder Citizen Kane so außergewöhnlich? Es ist ihre Erzählweise. Im Gegensatz zu konventionell erzählten Filmen, die eine Geschichte einer bestimmten Figur auf einer Zeitebene in chronologischer Reihenfolge erzählen, brechen diese Filme das klassische lineare Erzählmuster auf, indem sie mehrere Geschichten episodisch, sequentiell oder auf verschiedenen Zeitebenen erzählen. Analysiert man diese Filme hinsichtlich ihres Aufbaus, so zeigen sich Gemeinsamkeiten, aus denen sich mehrere Multiplot-Erzählmuster ableiten lassen. Ausgehend von der klassischen Drei-Akt-Struktur und der Unterscheidung zwischen Geschichte und Erzählung sowie anhand von Filmbeispielen erarbeiten wir die Funktionsweisen verschiedener Multiplot-Erzählmuster.

Im Seminar werden abhängig von der Diskussionsmenge seitens der Teilnehmenden folgende Filme besprochen: Citizen Cane, Traffic, Shine, Die üblichen Verdächtigen, Amores Perros, 21 Gramm, Das Ende einer Affäre, L.A. Crash, The Hours, Vergiss mein nicht, Babel, 11:14, Go!

Ron Kellermann studierte Philosophie, Germanistik, Medien- und Kommunikationswissenschaften (M.A.). Seit 2001 arbeitet er in der Drehbuchentwicklung für Spielfilme (u.a. bei Wüste Film, Hamburg), seit 2004 freiberuflich als Dramaturg, Dozent und Autor. Er hat ca. 250 Dramaturgie-Seminare und Stoffentwicklungs-Workshops geleitet und über 200 Autorinnen und Autoren dramaturgisch beraten. Sein Buch „Fiktionales Schreiben – Geschichten erfinden, Schreiben verbessern, Kreativität steigern“ ist 2006 im Emons Verlag, Köln erschienen. Seit 2009 leitet er auch Seminare und Workshops zu den Themen Storytelling in non-fiktionalen, digitalen, multimedialen, transmedialen und crossmedialen Kontexten (Schwerpunkt: „Storytelling im Journalismus und Dokumentarfilm“) und berät Dokumentarfilmerinnen bei der dramaturgischen Entwicklung ihrer Projekte.

 

The Creative Matrix / Storydevelopment

Referent: Phillip Parker                                         21.-23. Juni 2017                             Teilnahmegebühr: 320,00 €

 A short introduction to the key elements which make up great screen narratives. At a time when most screenwriting theory concentrates on structure or character the matrix looks deeper into the key emotions, and narrative frameworks, which make successful film, TV, web series and games. Building on story and plot issues to themes and genre, this three day program explores how to develop a narrative, and what are the key questions you need to ask when creating new work.

“If it sounds like writing, I rewrite it.” — Elmore Leonard. The Creative Matrix provides a solid basis on which to move through the various stages of re-writes, to discover the great narrative which is waiting there. Creating a solid screenplay saves time and money in every production, and is the basis of a solid career in the screen business.

Der Workshop ist in englischer Sprache. Consulting ist geplant.

Phil Parker is one of Europe’s leading development consultants – productions include ‚Wallace and Gromit – Curse of the Were Rabbit‘, Terry Prachetts – ‘Hogfather‘ and ‘Bach in Brazil’ (Ansgar Ahlers). He has worked in India, Kenya, Brazil, Australia and throughout Europe. In 1994 he founded the UK’s most successful screenwriting course, whose graduates went on to win several BAFTA’s, a Palme D’Or and be Oscar nominated. He supervises screenwriting PhDs including author Helen Jacey’s ‘The Woman in the Picture’ and Joanne Leigh’s award-winning screenplay ‘Sam J.’. Phil is also the author of the ‘Art and Science of Screenwriting’ (intellect), and ‘Introduction to Screenwriting’ (UK Film Council).  He is currently working on projects from Poland, Italy, Czech Republic, Germany, and the UK. He writes a blog on the creative industries at www.bcre8ive.eu/blog.


Kameraarbeit und Bilddramaturgie

Referent: Thomas Bresinsky                                       15.-17. Sept.2017 (3 Tage, Fr/Sa/So)                   Teilnahmegebühr: 240,00 €

Im Seminar wird die Kamera nicht als Technik sondern als Gestaltungsinstrument begriffen. Die Gestaltung mit der Kamera ist, was das Publikum im Film spürt und bewegt – gleich ob im Spielfilm oder der Dokumentation.

Das Handwerk Bildgestaltung wird im Hinblick auf dramaturgische und visuelle Wirkung erarbeitet: Warum und wie wirken Bilder? Was zieht das Auge an? Wie kann ich die ästhetischen Kräfte in der Bildkomposition nutzen? Wie gestaltet und moduliert Licht? Hartes und weiches Licht. Logik und ästhetische Wirkung von Lichtführung. Wie kann akzentuierte Lichtgestaltung die Bildkomposition stärken? Gestaltung emotionaler Räume durch Objektentfernung, Perspektive, Standpunkt, Brennweite, Filter, Bildausschnitt, Schwenkarten, Fahrten, optische Achse, innere Montage, Dreh auf Schnitt und Rhythmus. An Beispielen eigener Arbeiten (Spiel – und Dokumentarfilm) und in praktischen Übungen wird die dramaturgische Arbeit mit der Kamera erarbeitet. Besonderer Schwerpunkt ist die gestalterische Arbeit mit HD und die spezifische Wirkung von HD-Aufnahmen.

Thomas Bresinsky ist geschäftsführender Produzent der Neuen Horizonte Film. Er studierte Spielfilmregie und Kamera an der HFF/München. Als bildgestaltender Kameramann drehte er zahlreiche Primetime Dokudramen mit Regisseuren wie Christoph Weinert (“Die wildern Zwanziger – Tucholsky und Berlin”), Jürgen Stumpfhaus (“Die Schatzinsel von Robinson Crusoe Island”), Wilfried Hauke (“Paula Moderson-Becker”), Gordian Maugg (“Die Macht der Leidenschaft – Fürst von Hardenberg”).
Immer auf der Suche nach intensiven Bildern von großer Kraft beschäftigte er sich früh mit digitaler Kameratechnik. Als Produzent und Co-Autor verantwortete er den dt.-ital. Spielfilm “Se non mi Vuoi” sowie als ausführender Produzent Deutschland eine chin. TV-Serie (24 x  45 Minuten für CCTV). Bei beiden Projekten übernahm er auch die Bildgestaltung. Als Regisseur dreht er Werbung, Kurzfilme und Wissenschaftsdokumentationen.

 

Vom Drehbuch zum Fernsehfilm: Grundlagen, Auflösung, Arbeitsstrukturen, Kompromisse

Referent: Gordian Maugg                    22.-24. Sept. 2017 (3 Tage, Fr/Sa/So)                     Teilnahmegebühr: 240,00 €

Grundlage des Seminars ist ein doku-fiktionales Fernsehformat von Gordian Maugg, bei dem es gilt, die in Drehbuchauszügen vorliegenden historischen Spielszenen drehfertig zu organisieren.

Beispielhaft werden die Teilnehmer anhand einer Drehbuchentwicklung die verschiedenen Arbeitsschritte bis hin zur filmischen Auflösung nachvollziehen und diskutieren. Fragen nach Filmstil, Filmsprache und optischer Auflösung der Szenen sollen erörtert werden. In kleinen Arbeitsgruppen werden ausgewählte Szenen visuell aufgelöst. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam besprochen. Wer hat was warum wie gemacht? Am Ende des Seminars werden Teile der Filmreihe gemeinsam angesehen und mit den Ergebnissen aus den Arbeitsgruppen verglichen. Man wird daraus ersehen können: Jede Filmgeschichte kann auf unendlich verschiedene Arten und Weisen erzählt werden und viele davon können gut und spannend sein.

Gordian Maugg, Drehbuchautor und Regisseur, Filme u.a. „Hans Warns – Mein 20. Jahrhundert“ (1999), „Zutaten für Träume“ (2003), „Zeppelin!“ (2005), „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ (2006), „Hungerwinter – Überleben nach dem Krieg“ (2009), „Wir Schmidts“ (2009), „Die Macht der Leidenschaft – Karl August Fürst von Hardenberg“ (2010), „Fritz Lang – Der andere in uns“ (2016)

___________________________________________________________

 Gefördert mit Mitteln der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

Kontakt/Anmeldung