Rückschau: Seminarreihe 2014 „History“-Formate im Fernsehen

Dokumentarfilme und Dokumentationen mit Reenactments, dokumentarische Serien und Reihen und fiktive Filme zu historischen Stoffen

 

Die Medienwerkstatt Linden – mediacampus bietet in Kooperation mit der gebrüder beetz filmproduktion von Anfang September 2014 bis Anfang Dezember 2014 eine Weiterbildungsreihe zu „Dokumentarischen History-Filmen“ an. Veranstaltungsort ist Lüneburg.

 

Auch wenn viele historische Stoffe längst ausgewertet wurden, so werden doch immer wieder zuschauerattraktive zeitgeschichtliche und historische Programme entwickelt. Aber auch neue, bisher unbeachtete Stoffe werden recherchiertund für Film und Fernsehen aufgearbeitet. Neben Dokumentationen mit Reenactments finden auch rein fiktiv inszenierte historische oder zeitgeschichtliche Themen das Interesse der Zuschauer. Ziel der Weiterbildung ist es, mit den Teilnehmern ausgesuchte erfolgreiche historische Filme zu analysieren und Gestaltung und Dramaturgie kennenzulernen. Auch die Dramaturgie von Spielfilmen, die auf historischen Fakten basieren, der Umgang mit historischem Material und Protagonisten sowie die Entwicklung von fiktiven Drehbüchern soll Bestandteil des Weiterbildungsangebotes sein.

 

Die Teilnehmer sollen eigene Ideen für dokumentarische Formate bzw. die Umsetzung eines historischen Stoffes erarbeiten. Die Idee soll in ein Exposé zu Projekt- und Sendekonzeptionen münden. Ziel ist, dass die Teilnehmer ihre Ideen zu einem produktionsfähigen Stoff entwickeln. Es findet eine direkte Kooperation mit Sendeanstalten und Produzenten statt.
Christian Feyerabend von der Gruppe 5 betreut die Weiterbildung. Die gebrüderbeetz filmproduktion bietet sich als potenzieller Produzent der entwickelten Stoffe an.

 

Zielgruppe

Dokumentarfilmer, Drehbuchautoren, Spielfilmregisseure, Produzenten, Journalisten und
Historiker.
Kosten: 950,00 €, Ermäßigung möglich.
Die Seminare mit Christian Feyerabend, Ron Kellermann, Kai Christiansen, Sibylle Kurz und Georg Tschurtschenthaler können auch einzeln gebucht werden.

 

Ablaufplan

Die Seminarreihe findet in sechs Blöcken statt:

 

I. Analyse von dokumentarischen Filmen, Serien / historischen Dokumentationen mitReenactments, Inszenierungen historischer Stoffe; Zuschauerforschung /Marktbeobachtung; Kriterien für erfolgreiche Serien und Sendungen

4. – 7. September 2014 (Do – So) mit Marc Brasse (NDR), Stefan Brauburger (Redaktion Zeitgeschichte / ZDF), Tilman Remme (ehem. BBC), Reinhardt Beetz (gebrüder beetz filmproduktion) u.a.

 

 

II. Themenentwicklung – Vom Exposé zum Drehbuch (Konzeptionelle Entwicklung, Exposé, Projektbeschreibung, Treatment, Story Line, Running Order, Drehbücher, Drehbuchcheck, Pressearbeit); Wie kommuniziere ich die Filmgestaltung (Filmkonzeption, Stil, Ästhetik, Realisationsbibel, CGI)

18. – 21. September 2014 (Do – So) mit Christian Feyerabend (Gruppe 5)

  • Teilnahmegebühr nur für diesen Block: 280,- €

 

 

III. „Geschichte(n) erzählen“ – Fiktionale Dramaturgie in History-Formaten / Inszenierung von Reenactments und historischen Spielszenen

6. – 9. November 2014 (Do – So) mit Ron Kellermann (Autor) und Kai Christiansen (Autor und Regisseur)

  • Teilnahmegebühr nur für diesen Block: 280,- €

„Geschichte(n) erzählen“ – Fiktionale Dramaturgie in History-Formaten

6.-7. November, mit Ron Kellermann

Storytelling ist eine sehr effektive Methode, um dokumentarische Stoffe lebendiger, spannender, emotionaler und unterhaltsamer darzustellen, Themen und Botschaften konkreter und damit leichter nachvollziehbar zu gestalten, Informationen und Wissen verständlicher zu vermitteln und damit die Aufmerksamkeit der RezipientInnen zu wecken und ihr Interesse zu steigern.

Die professionelle Disziplin, die sich mit dem Erzählen von Geschichten beschäftigt, ist die fiktionale Dramaturgie. Sie erforscht das Wesen und die Funktionsweise von Geschichten, die Werkzeuge ihrer Entwicklung und Erzählung sowie die Denkweisen und Arbeitsmethoden fiktionaler AutorInnen und macht sie nutzbar.

Mit ihr können non-fiktional arbeitende AutorInnen

  • Themen effizienter finden
  • fokussierter recherchieren
  • Sinn- und Bedeutungszusammenhänge besser her- und darstellen
  • tiefgreifendere Erkenntnisse über Themen und Menschen gewinnen
  • relevante Inhalte von irrelevanten besser unterscheiden
  • Inhalte interessanter gestalten und
  • damit ihr Storytelling professionalisieren.

Als Storytelling-Methode liefert die fiktionale Dramaturgie neben den dramaturgischen Werkzeugen und den Denkweisen und Arbeitsmethoden fiktionaler AutorInnen einen ausdifferenzierten Fragekatalog, der weit über die journalistischen W-Fragen hinausgeht und beim bloßen Erzählen von Geschichten mit dem Ziel, Inhalte unterhaltsamer darzustellen, nicht stehen bleibt.

Wie funktioniert eine Geschichte? Wie entwickelt man sie? Mit welchen Werkzeugen arbeiten und welche Fragen stellen sich DrehbuchautorInnen, wenn sie eine Geschichte entwickeln? Welche dieser Werkzeuge der fiktionalen Dramaturgie lassen sich wie in History-Formaten anwenden? Diese Fragen beantwortet das Seminar praxisorientiert mittels der Analyse konkreter History-Beispiele.

Inszenierung von Reenactment und historischen TV Formaten

8. – 9.11. mit Kai Christiansen

Im Seminar geht es darum, in Übungen und Analysen das gestalterische Potenzial von inszenierter Historie auszuloten – von journalistischen Formaten bis zum Spielfilm. Es geht um die besonderen Anforderungen an Ausstattung, Kostüm und Besetzung und an die Gestaltung von Dialogen, szenischer Interaktion und optischer Auflösung. Es geht darum, den inneren Kern eines Filmes zu erkennen und die zentralen Bilder zu erarbeiten. Ein Seminar über die ungeheuren gestalterischen Freiheiten, die diese Formate bieten und um den Versuch, auch in künstlicher Umgebung authentisch zu erzählen.

Non-Fiction-Formate und Spielfilme, die wahre Geschichte packend erzählen, die das Unbewusste ihrer Zuschauer erreichen und scheinbar spielerisch mit Fakten und Emotionen arbeiten, sind weltweit erfolgreich und preisgekrönt. Doch sie sind leider auch immer wieder ein Bespiel für ungelenke und unglaubwürdige Inszenierungen, für erzählerische Konfusion und existenzbedrohende Kostenexplosion bei den Produktionsfirmen. Das Seminar versucht den größten Missverständnissen auf die Spur zu kommen, die Konturen zwischen den Formaten zu schärfen und an praktischen Beispielen Umsetzungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die trotz ständig steigender Anforderungen von Publikum und Auftraggebern funktionieren sollten.

 

 

IV. Projektarbeit: Ideenskizze, Konzeptentwicklung mit individueller Betreuung

Betreuung: Christian Feyerabend (Gruppe 5)

 

 

V. Pitchingseminar/ History und Cross Media

20. – 22. November 2014 (Do – Sa) mit Sibylle Kurz und Georg Tschurtschenthaler

Pitch it! Die Kunst zu pitchen

20. – 21.11. mit Sibylle Kurz

Pitching bedeutet übersetzt: ”Präsentieren auf den Punkt” – ein Vorgang, der über Gedeih und Verderb eines Filmprojektes entscheiden kann und den man nicht dem Zufall überlassen sollte. Pitching ist dieses Verkaufen einer Projektidee, einer Story, in dem man sie mündlich vorträgt – eine Aufgabe, bei der auch brillante Autoren, Filmemacher und Produzenten manchmal nicht besonders gut abschneiden. Bei der Vorbereitung auf einen Pitch stößt man schnell auf eigene Stärken und Schwächen, und auch Schwächen des Projekts treten zu Tage. Ein guter Pitch ist strukturiert und leidenschaftlich vermittelt. Wie soll das Projekt visualisiert und finanziert werden? Wie sieht das Zielpublikum aus? Und auch die am häufigsten gestellte Frage muss prägnant beantwortet werden: „Warum wollen Sie diesen Film machen?“

Der Work­shop bie­tet die Mög­lich­keit, durch das Er­ler­nen ef­fek­ti­ver Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken sowie wort- und kör­per­sprach­li­cher Fer­tig­kei­ten Pro­jek­te auf einen Pitch hin zu ma­xi­mie­ren und sich selbst po­si­tiv zu kom­mu­ni­zie­ren.

  • Teilnahmegebühr für nur dieses Seminar: 200,- €

Cross Media

22.11. mit Georg Tschurtschenthaler

Die Medienwelt ist nicht dabei sich zu ändern – sie hat sich in den letzen 20 Jahren bereits komplett verändert. Mit dem Internet ist das neue Leitmedium entstanden, die Games-Industrie setzt längst mehr um als die globale Filmindustrie und auch Film & Fernsehen werden heute anders konsumiert und wahrgenommen, als noch vor wenigen Jahren. Das Seminar beschäftigt sich vorurteilsfrei und lustvoll mit den erzählerischen Möglichkeiten in den Neuen Medien. Die Teilnehmer lernen 20 der spannendsten aktuellen Cross-Media-Projekte kennen und erfahren von den vielfältigen erzählerischen Möglichkeiten in den Neuen Medien. Anhand dreier konkreter Fallstudien beschäftigen wir uns mit praktischen Fragestellungen zu Zielgruppen, Finanzierung, Produktion, Distribution und Marketing. In einem Rapid Prototyping-Workshop entwerfen wir anhand konkreter Ideen und Themenvorschläge Grobkonzepte zu Cross-Media-Ideen. Es ist ausdrücklich erwünscht, dass die Seminarteilnehmer dazu ihre Themenvorschlägen bzw. Ideen einbringen.

  • Teilnahmegebühr für nur dieses Seminar: 70,- €

 

 

VI. Pitching vor Redakteuren und Produzenten; Auswertung und Seminarabschluss

4. – 7. Dezember 2014 (Do – Sa) mit Patricia Schlesinger (NDR), Georg Graffe (Redaktionsleiter TerraX ZDF), Alexander Hesse (Produzent Gruppe 5), Reinhardt Beetz (gebrüder beetz filmproduktion), Christian Feyerabend (Gruppe 5) u.a.

 

 

19 Seminartage plus individuelle Betreuung

 

 

Referenten

 

Christian Feyerabend (History-Producer, Autor u. Regisseur „Gruppe 5“,u.a. „Die Deutschen“, „Sturm über Europa – Die Völkerwanderung“, „Auf Leben und Tod – Sternstunden der Medizin, „2057 – Unser Leben in der Zukunft“, “Terra X“ )
Reinhard Beetz (Produzent „gebrüderbeetzFilmproduktion“)
Marc Brasse (Redakteur NDR, Autor und Regisseur, u.a. „Schabowskis Zettel“, „Vom Traum zum Terror – München 72“, „Lichtenhagen 92 – ein deutsches Desaster“ )
Georg Graffe (Redaktionsleiter TerraX ZDF)
Stefan Brauburger (Autor, ZDF Redaktion “Zeitgeschichte“, u.a. „Deutschlandspiel“, „Die Nervenprobe – Kuba-Krise 62“, „Helmut Kohl – Kanzler der Einheit“, „Die Deutschen“, „Geheimnisse des Dritten Reichs“, „Der Heilige Krieg“)
Alexander Hesse (GF Gruppe 5, vorher Leitung ZDF Redaktion Geschichte und Gesellschaft)
Tilman Remme (Redakteur, Autor, Regisseur, u.a. „Bible Hunters“, „Gefangen in Peking – Aufstand der Boxer“, „Blackbeard – Der wahre Fluch der Karibik“)
Sibylle Kurz (Kommunikationstrainerin und -Coach im Medienbereich)
Ron Kellermann (Autor und Dramaturg)
Georg Tschurtschenthaler (Creative Producer gebrueder beetz filmproduktion)
Kai Christiansen (Autor und Regisseur, u.a. „Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt“, „Alfred Brehm – Die Gefühle der Tiere“, „100 Jahre Hollywood – Die Carl Laemmle Story“) u.a.

Gefördert mit Mitteln der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
 

Finanzierung, Marketing und Vertrieb

neuer Termin: 3. - 5.12.2013 (3 Tage), Teilnahmegebühr: 180,- €
Referent: Gerhard von Halem

Wer produziert, muss einen gangbaren Weg finden, um zwischen ökonomischen Rahmen-bedingungen und künstlerischen Visionen ein Projekt zu realisieren. Das Seminar zeigt die Optionen, ein Projekt zu planen und zu finanzieren und setzt die Hoffnungen und Wünsche der Filmemacher in Beziehung zu den Bedingungen eines im Umbruch befindlichen Marktes, den Strukturen der Förderungen und den Aussichten auf Nutzung alternativer Finanzierungsangebote.

Gerhard von Halem ist Produzent, Supervising Producer und Herstellungsleiter. Filmauswahl: 2010 Der ganz große Traum, 2007 Die rote Zora, 2001 Der Zimmersprungbrunnen, 2000 Kalt ist der Abendhauch, 1999 Käpt’n Blaubär, 1998 Aimee & Jaguar, 1997 Die Apothekerin, 1987 Hemingway, 1980 Engel aus Eisen, 1978 David, 1977 Hitler-ein Film aus Deutschland.

 

Cross-Media Produktionen

09.11.2013 (1 Tag), Teilnahmegebühr: 70,- €
Referent: Georg Tschurtschenthaler (Gebr. Beetz)

Die Medienwelt ist nicht dabei sich zu ändern – sie hat sich in den letzten 20 Jahren bereits komplett verändert. Mit dem Internet ist das neue Leitmedium entstanden, die Games-Industrie setzt längst mehr um als die globale Filmindustrie und auch Film & Fernsehen werden heute anders konsumiert und wahrgenommen, als noch vor wenigen Jahren. Jenseits von leidigen Begriffsdiskussionen und leeren Schlagwörtern beschäftigt sich das eintägige Semiar ‚Cross-Media Produktion‘ vorurteilsfrei und lustvoll mit den erzählerischen Möglichkeiten in den Neuen Medien. Eng an der Praxis teilen wir im ersten Seminarteil das breite Feld in unterschiedliche Genres auf, lernen 20 der spannendsten aktuellen Cross-Media-Projekte kennen und erfahren so von den vielfältigen erzählerischen Möglichkeiten in den Neuen Medien.

Im zweiten Teil erweitern wir die Diskussion und beschäftigen uns anhand dreier konkreter Fallstudien – dem Webformat ‚Farewell Comrades! Interactive‘, ‚Wagnerwahn – Die App‘ und dem Lernspiel ‚Wikinger‘ – mit praktischen Fragestellungen zu Zielgruppen, Finanzierung, Produktion, Distribution und Marketing. Im dritten Teil entwerfen wir in einem Rapid Prototyping-Workshop anhand konkreter Ideen und Themenvorschläge Grobkonzepte zu Cross-Media-Ideen. Es ist ausdrücklich erwünscht, dass die Seminarteilnehmer dazu eigene Themenvorschlägen bzw. Ideen einbringen.

Grimme-Preisträger Georg Tschurtschenthaler studierte Wirtschaft und Kommunikationswissenschaften in Wien und arbeitete nach seiner Tätigkeit als Unternehmensberater als Producer und Produzent im Spiel- und Dokumentarfilmbereich. Seit 2009 ist er im Berliner Büro der gebrueder beetz filmproduktion als Creative Producer im Bereich Film und Interaktive Projekte tätig. Dabei war er unter anderem für die cross-media Projekte „Lebt wohl, Genossen!“ (6×52 min TV-Serie, Buch, Webformat) und „Die Akte Wagner“ (Film, Graphic Novel, app) verantwortlich. Derzeit betreut er die erste Game-Produktion der gebrueder beetz filmproduktion, ein Online-Spiel für 9 – 12 jährige Kinder zum Thema Wikinger. Nebenbei unterrichtet er regelmäßig an der CAST (Zürcher Hochschule der Künste), Institute of Documentary Filmmaking (IDF), IDFA etc.

 

Formate für den internationalen Markt

11./12.11.2013 (2 Tage), Teilnahmegebühr: 140,- €
Referenten: Bettina Walter, Christian Beetz

Das Seminar gibt Einblick in die europäische und internationale Marktsituation für Dokumentar- und TV-Filmproduktionen. Es werden Förder- und Vertriebsmöglichkeiten und Marketingstrategien erörtert, sowie europäisches und internationales Vertrags- und Lizenzrecht im Filmbereich. Welche Filme lassen sich auf einem internationalen Markt auswerten? An konkreten Fallbeispielen werden internationale Finanzierungsmodelle erörtert. Projekte der Teilnehmer können mit eingebracht und auf ihr internationales Produktionspotential hin besprochen werden.

Bettina Walter realisiert als kreative Produzentin internationale preisgekrönte Dokumentar-filme. Seit fünf Jahren führt sie die Dokumentarabteilung von Polar Star Film in Barcelona. In den letzten 15 Jahren hat sie vielfältige Erfahrungen bei internationalen Co-Produktionen in Zusammenarbeit vor allem mit Produktionsfirmen in Berlin, Hamburg, Buenos Aires und Barcelona gesammelt (u.a. Bausan Films, Alea Docs and Films, Media 3.14-Mediapro, BLTV,
Gebrüder Beetz Filmproduktion, Filmtank). Ihre Filme “My Life with Carlos”, “Mañana al mar”, “Devil’s Miner”, “Light Bulb Conspiracy”, und “World Brain” wurden mit Fernsehanstalten wie ARTE, BBC, TVE, TVC und PBS coproduziert und liefen auf bedeutenden Festivals wie Sundance, Hot Docs, Tribeca, It´s all true. Sie gewann wichtige Preise in den USA und Europa (FIPRESCI, PBS Ind Lens, Prix Europa, Grimme, Max Ophüls).
Christian Beetz realisiert als kreativer Produzent/Regisseur internationale preisgekrönte Dokumentarfilme und ist Geschäftsführer der Gebrüder Beetz Filmproduktion.

 

Selbstständig im Medienbereich

2.12.2013 (1 Tag), Teilnahmegebühr: 50,- €
Referent: Joachim Ortmanns

Wer sich als Medienproduzent selbstständig machen oder eine eigene Produktionsfirma gründen möchte, muss sich einer Reihe von Herausforderungen stellen. Neben Rechten und Pflichten stellen sich Fragen nach den Chancen und der Wettbewerbssituation im Markt, der Finanzierung von Betriebs- und Projektkosten, der persönlichen und betrieblichen Absicherung u.v.m.
Die wesentlichen Punkte münden in einem Businessplan, der die Umsetzung der Geschäftsidee beschreiben und für potentielle Partner nachvollziehbar machen soll. Und er dient als Kontrolle für den Soll/ Ist-Abgleich und begleitet somit die betriebliche Entwicklung als dynamisches Instrument stetiger Reflexion.
Im Seminar werden die wesentlichen Bausteine des Businessplans vorgestellt und exemplarisch mit den Teilnehmern erörtert. Darüber hinaus können nach Bedarf weitere medienspezifische Fragestellungen behandelt werden.

Joachim Ortmanns ist unabhängiger Film- und TV-Produzent bei ‚LICHTBLICK Film‘ und Geschäftsführer des ‚AV-Gründerzentrum NRW“, das Jahresstipendien an junge Medienunternehmer vergibt. Nach Studium der Sozialpädagogik/ Schwerpunkt Medienpädagogik Studium der Publizistik u. Sozialwissenschaften, Absolvent der europäischen Produzentenfortbildung EAVE. Filme (Auswahl): Houston (vorm. Headhunter), 2012, Spielfilm, D/ USA, Official Selection Sundance Filmfestival Competition 2013, Special Jury Prize Filmfestival Boston 2013; Was du nicht siehst, 2009, Spielfilm, D/ A; Wenn die Welt uns gehört, 2009, Spielfilm; Zweier Ohne, 2008, Spielfilm nach einer Novelle von Dirk Kurbjuweit; Autopiloten, 2007, Spielfilm.

 

Urheber- und Vertragsrecht für Filmschaffende

6. – 8.12.2013 (3 Tage), Teilnahmegebühr: 180,- €
Referent: Christian Füllgraf

Das Seminar soll einen Überblick über die wichtigsten Rechtsfragen geben, die sich bei der Filmherstellung ergeben. In der Praxis immer wiederkehrende Fragen ergeben sich insbesondere zur Rechtelage bei Verwendung von Fremdmaterial im Film (z.B. Musik, Klammerteile, Fotos) sowie zum Recht am eigenen Bild und zu Persönlichkeitsrechten der Mitwirkenden im dokumentarischen Bereich. Weitere wichtige Themen sind der Schutz der Filmidee sowie die während der Filmherstellung abzuschließenden Verträge mit Rechteinhabern, Teammitgliedern und Sendeanstalten.

Christian Füllgraf arbeitet seit 1999 als Rechtsanwalt für Medienrecht – insbesondere Film- und Fernsehrecht – in Hamburg und betreut Dokumentar- und Spielfilmprojekte in rechtlichen Fragen. Er ist Vertragsanwalt der AG DOK.

 

Von der Idee zum Markt

14./15.12.2013 (2 Tage), Teilnahmegebühr: 120,- €
Referentin: Annette Koschmieder

Wie lassen sich heute audiovisuelle Ideen erfolgreich gestalten? Welche Qualitätskriterien sind bei ihrer Entwicklung hilfreich? Wie erzählt man so, dass eine audiovisuelle Geschichte sein Publikum berührt und fesselt, bei ihm ankommen kann? Welche Grundlagen bleiben nützlich, auch wenn sich im digitalen Zeitalter vieles verändert und wie erreichen wir heute den Zuschauer und Nutzer audiovisueller Angebote?

Konkrete Antworten bietet Ihnen das Seminar der Drehbuchautorin, Scriptberaterin und Filmdozentin Annette Koschmieder. Es werden Grundlagen der Dramaturgie und allgemeine Qualitätskriterien audiovisuellen Erzählens behandelt, Fragen der Dramaturgie in Hinblick auf die Figurenentwicklung, die Struktur und Aspekte unterschiedlicher Erzähltechniken sowie genre- und formatgerechten Erzählens.

Annette Koschmieder arbeitete viele Jahre in unterschiedlichen Positionen für deutsche und internationale Kino- und Fernsehfilme, unter anderem als Regieassistentin und First Assistant Director. Seit 1993 schreibt sie Drehbücher, das Drehbuch „Venusberg“ war 1994 für den Deutschen Drehbuchpreis nominiert. Seit 2002 ist sie als Seminarleiterin, Filmdozentin und Scriptberaterin tätig. In Vorträgen, Seminaren und Workshops lehrt sie Stoffentwicklung für audiovisuelle Medien, Creative Producing, Dramaturgie, Medienkompetenz und Grundlagen des deutschen Film- und Fernsehmarkts. 2011 erschien ihr Fachbuch „Stoffentwicklung in der Medienbranche – Von der Idee zum Markt“.

 

Akquise und Marktfähigkeit

10./11.01.2014 (2 Tage), Teilnahmegebühr: 120,- €
Referentin: Simone Baumann (Saxonia Entertainment)

Dieses Seminar befasst sich mit der Frage der Finanzierung von Dokumentarfilmen:
– Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es heute für Dokumentarfilme? – Wie müssen Finanzierungsstrategien für Dokumentarfilme aussehen? – Was ist marktfähig? – Internationale Koproduktionen im Dokumentarfilm – pro und contra – Wie entwickelt man neue Ideen und Konzepte? – Wie, wann und wem werden Projektideen präsentiert? – Dokumentarfilm und neue Medien

Simone Baumann ist Produzentin, nach einem Philosophiestudium in Russland arbeitete sie zunächst als wiss. Assistentin an der Humboldt-Universität in Berlin, dann als Redaktionsassistentin beim MDR, seit 1995 Producerin bei Focus TV in München, von 1997 – 2010 war sie Geschäftsführende Gesellschafterin der LE Vision Film- und Fernsehproduktion, seit 2011 ist sie Produzentin für Nonfiction bei der Saxonia Entertainment GmbH in Leipzig.

 

Aufnahmeleitung und Regieassistenz für Film und Fernsehen

16. - 18.01.2014 (3 Tage), Teilnahmegebühr: 180,- €
Referent: Marco del Bianco

Das praxisorientierte Seminar vermittelt grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zur Vorbereitung und Durchführung von Film- und Fernsehproduktionen. Es orientiert sich an den beruflichen Aufgabenfeldern von Aufnahmeleitern und Regieassistenten: Produktions- und Drehvorbereitung, dramaturgische Grundkenntnisse, Genres und Formate, das technische Drehbuch, Auszüge, Stopplisten, Drehfolgen, Drehpläne, Produktionspläne, filmspezifische Softwareanwendungen, Casting, Motivsuche, Drehgenehmigungen, Versicherungen, Zusammenarbeit mit anderen Berufen und Teamarbeit, komplette Planung und logistische Vorbereitung eines Drehtages, die Tagesdisposition, Ablauf eines Drehtages, Szenenauflösung, Anschlüsse, soziale Lage, Stressbewältigung, Wege in die Branche.

Marco del Bianco arbeitet als Aufnahmeleiter und Regieassistent für Film- und Fernsehproduktionen und seit 10 Jahren als VFX-Producer/-Supervisor und als Postproduktionssupervisor für verschiedene deutsche und internationale Kino-, Werbe- und TV-Produktionen.

 

Digitaler Workflow

23./24.01.2014 (2 Tage), Teilnahmegebühr: 140,- €
Referent: Marco Del Bianco

Die Anzahl der Aufnahmemedien, Abspielgeräte, Formate und Codecs ist in den letzten Jahren explodiert. Heute stehen wir in einem Dschungel von digitalen Möglichkeiten und die Frage stellt sich – vor allem für Independent Filme – immer wieder: Welcher Weg ist der beste für mein Projekt? Welche Kamera, wie aufnehmen, wie weiterverarbeiten, wie mastern. Die Antworten auf diese Fragen sind heute vielfältig. Das Seminar gibt einen grundlegenden sehr praxisnahen Einblick zu etablierten und weniger etablierten Workflows. Speziell für Independent Filme und Filme mit kleinen Budgets entstehen durch die immer komplexeren Möglichkeiten in der digitalen Nachbearbeitung erzählerische Möglichkeiten, die in dieser Form vor fünf Jahren noch nicht existierten. Im Seminar werden wir anhand von Fallbeispielen die wichtigsten Aspekte beleuchten und auf Fragen zu konkreten Projekten eingehen.

Marco del Bianco arbeitet als Aufnahmeleiter und Regieassistent für Film- und Fernsehproduktionen und seit 10 Jahren als VFX-Producer/-Supervisor und als Postproduktionssupervisor für verschiedene deutsche und internationale Kino-, Werbe- und TV-Produktionen.

 

Berufe in der Medienbranche

25.01.2014 (1 Tag, Infoveranstaltung), Teilnahmegebühr: 60,- €
Referentin: Annette Koschmieder

An der Herstellung eines Films sind viele Gewerke und Medienschaffende beteiligt. Bei diesem kompakten Überblick werden alle kreativen und kaufmännischen Aspekte einer Filmproduktion behandelt: Drehbucharbeit, Redaktion, Produktion, Aufnahmeleitung, Regie, Bildgestaltung, Schauspiel, Szenen- und Kostümbild, Ton und Schnitt – das Tagesseminar bietet einen fachkundigen Einblick in diese Berufswelten. (Incl. Übungen, Handout zu den Berufen und Tipps)

Annette Koschmieder arbeitete viele Jahre in unterschiedlichen Positionen für deutsche und internationale Kino- und Fernsehfilme, unter anderem als Regieassistentin und First Assistant Director. Seit 1993 schreibt sie Drehbücher, das Drehbuch „Venusberg“ war 1994 für den Deutschen Drehbuchpreis nominiert. Seit 2002 ist sie als Seminarleiterin, Filmdozentin und Scriptberaterin tätig. In Vorträgen, Seminaren und Workshops lehrt sie Stoffentwicklung für audiovisuelle Medien, Creative Producing, Dramaturgie, Medienkompetenz und Grundlagen des deutschen Film- und Fernsehmarkts. 2011 erschien ihr Fachbuch „Stoffentwicklung in der Medienbranche – Von der Idee zum Markt“.

 

Projekt- und Produktionsmanagement

29.-31.01.2014 ACHTUNG: TERMIN WIRD VERSCHOBEN. Nähere Information in Kürze (3 Tage), Teilnahmegebühr: 180,- €
Referentin: Cornelia Schmidt-Matthiesen

Anhand von Beispielen wird das Tätigkeitsfeld der Produktionsleitung in den unterschiedlichen Phasen (von der Vorbereitung über den Dreh bis zur Endfertigung und Abrechnung) thematisiert: Drehbuchlektüre und Analyse, Formatwahl und Auswertungsinteresse, Kalkulation und Drehplanung, Verträge und Dienstleister, Dreharbeiten und Postproduktion, Kostenkontrolle und Abrechnung. Das Seminar will den Weg zur Realisierung eigener Vorhaben erleichtern.

Cornelia Schmidt-Matthiesen arbeitet seit 1986 als Producerin für ca. 70 Werbe- und Imagefilmen, danach als 1. Aufnahmeleiterin für zahlreiche TV- und Kinospielfilme und als Produktions- und Herstellungsleiterin für TV- und internationale Kinoproduktionen (u.a. „DER MANN MIT DEM FAGOTT“, Regie: Miguel Alexandre, „HENRI 4“, Regie: Jo Baier, „DIE STILLE NACH DEM SCHUSS“; „DAS CELLO“, Regie: Volker Schlöndorff; „HOTTE IM PARADIES“; „EINE STADT WIRD ERPRESST“, Regie: Dominik Graf; „DIE DUNKLE SEITE“; Regie: Peter Keglevic; „DER VERLEGER“, Regie: Bernd Böhlich; „KLEINRUPPIN FOREVER“, Regie: Carsten Fiebeler; „ZEPPELIN“, Regie: Gordian Maugg; „BE ANGELED“, Regie Roman Kuhn; „OVER THE RAINBOW“, Regie: Jan Peter)

 

Scriptdoctoring für Dokumentarfilme

14.11. – 15.11.2015 (2 Tage), 100,00 €
Zoran Solomun

Ein Dokumentarfilm entsteht in einem vielschichtigen Prozess, der aus Entscheidungen und Zweifeln an den Entscheidungen besteht, aus instinktiven Reaktionen und sachlichen Analysen, in einem Prozess zwischen Euphorie und Verzweiflung, in einem Prozess, der gleichzeitig ein Teil unserer persönlichen Geschichte und die Herstellung eines Verkaufsprodukts ist.

Orientierungshilfen stellen sich vor allem als Fragen: Was ist an meiner Idee filmisch? Wie untersuche und sammle ich das Material? Wie entscheide ich mich für die richtige Länge und das richtige Format? Wie bereite ich die Protagonisten vor? Wie strukturiere ich den Text?

Während des zweitägigen Seminars werden wir hauptsächlich an Projekten der Seminarteilnehmer arbeiten. Außerdem wird der Referent seine Erfahrungen im Bereich der neuen Finanzierungs- und Verkaufsmodelle von Dokumentarfilmen im Internet auslegen.

 

Zoran Solomun studierte an der Belgrader Akademie für Theater, Film, Hörfunk und Fernsehen, leitete von 1985 bis 1990 die Produktionen der unabhängigen Filmgruppe „Pokret“ („Bewegung“) in Belgrad. Nach einer Reihe von Dokumentarfilmen entstand 1993 Solomuns erster Spielfilm „Weltmeister“. 1997 Gründung der Filmproduktionsgesellschaft „Ohne Gepäck“, weitere Filme u.a. „Der chinesische Markt“, „Der Traum vom Fliegen“, „Frauen in Schwarz“, „Müde Weggefährten“, „Super Art Market“. Preise u.a.: arte Dokumentarfilmpreis, Max-Ophüls-Preis.